Mit MigrantInnen für MigrantInnen - Interkulturelle Kooperation zur Verbesserung der Bildungsintegration

Ein Begleitprojekt zur Umsetzung des (Inter-)Cultural Mainstreaming Ansatzes im Programm Perspektive Berufsabschluss des BMBF

 

Das bundesweite Begleitprojekt „Mit MigrantInnen für MigrantInnen – Interkulturelle Kooperation zur Verbesserung der Bildungsintegration“ wird von der MOZAIK gGmbH mit dem Ziel durchgeführt, u.a. durch Einbeziehung von Migrantenorganisationen in lokale/ regionale Netzwerke der Förderinitiativen „Regionales Übergangsmanagement (RÜM)“ und„ Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung (AmN)“ des BMBF-Programms „Perspektive Berufsabschluss“ die berufliche Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund zu verbessern. Aus der ersten Phase sind die Pilotregionen Bielefeld, Darmstadt, Kiel, Leipzig, Marburg-Biedenkopf, Saarbrücken, Schwerin beteiligt und ab 2012 sollen die Regionen Augsburg, Böblingen, Darmstadt-Dieburg, Gießen-Lahn-Dill, Karlsruhe und Offenbach bis Dez 2012 hinzukommen.

Über Migrantenorganisationen können ca. 60% der Menschen mit Migrations-hintergrund erreicht werden. Die Erfahrungen der MOZAIK gGmbH haben jedoch gezeigt, dass die Regeleinrichtungen der beruflichen Beratung und Bildung auf Hürden stoßen, wenn sie Migrantinnen und Migranten bzw. deren Organisationen an regionalen Netzwerken beteiligen möchten. Als Hindernis erweist sich u.a., dass die in den Vereinen aktiven Mitglieder im Regelfall ehrenamtlich arbeiten.

Um nachhaltige Kooperationsstrukturen zwischen regionalen Netzwerken und Migrantenorganisationen (MO) aufzubauen, verfolgt das Interkulturelle Begleitprojekt parallel verschiedene Strategien. Zum einen gilt es, durch Empowerment von Vertreterinnen und Vertreter aus MO als Bildungsbeauftragte die Selbsthilfe-potenziale der MO zu fördern und sie zu aktiven Partnern und Interessenvertretern zu professionalisieren. Ein weiterer Ansatz liegt in der Entwicklung von migrationssensiblen Maßnahmen und Angeboten (z.B. Weiterbildungsbegleitende Hilfen). Mit diesen Ansätzen werden die Projekte der Förderinitiativen bei der Umsetzung des (Inter-)Cultural Mainstreaming (ICM)-Ansatzes unterstützt. Auf der anderen Seite kommt der Installierung MO-übergreifender, verbindlicher und interkultureller Vertretungsstrukturen auf regionaler/ kommunaler Ebene, im besten Fall mit kommunaler Regelförderung, eine wichtige Bedeutung zu, um die partnerschaftliche Interessenvertretung der Migrantinnen und Migranten in der regionalen Netzwerk- und Gremienarbeit zu sichern. Damit wird der wechselseitige Informationsaustausch und eine zielgruppenadäquate Ansprache und Beratung von Personen mit Migrationshintergrund gewährleistet.

 

Ehrenamtliche Bildungsbeauftragte:

Frau Dunyavicheva   Handy: 0177 4469270